Wenn ich ein Buch lese….

und in diesem Buch kommt jemand vor, den ich kennengelernt habe, flüchtig nur, aber ich hab ihn kennengelernt, dann ist das merkwürdig. Ich hab mit ihm gesprochen, und ich hab Geschichten über ihn gehört, weil meine SchönsteTochter in ihrer Zeit , während sie in Jerusalem war, bei ihm gelebt hat. Da ist es jetzt ein bisschen eigenartig gewesen, über ihn zu lesen, es war berührend.

Ich kann keine Buchbesprechungen machen,dazu kenn ich mich zu wenig aus, aber über dieses Buch möchte ich berichten.

Sweet Occupation von Lizzie Doron, dtvpremium, ISBN :9783423261500

Lizzie Doron hat ein Jahr lang Gespräche mit Männern geführt, die den Combattants for peace angehören. Ich hab über diese Gruppe, die aus israelischen und palästinensischen Menschen besteht, mal berichtet, im Gezeitenwechselblog,, nachdem ich letztes Jahr meine Tochter in Ramallah besucht habe.

Ich habe auch einen Abend mit diesen „Friedenskämpfern“ damals verbringen dürfen, ich eher schweigend,  weil beeindruckt von ihrer Lebensfreude und ihrem Miteinander.

Gut, in diesem Buch also spricht die Autorin mit diesen Männern, die die Combattants gegründet haben. Ihre eigenen Erfahrungen vom Krieg und den Kämpfen lässt sie mit einfliessen. Sie spricht von ihren Vorbehalten und ihren Ressentiments gegenüber den Menschen , die sie treffen wird, und während dieses Jahres der Gespräche klärt sich auch ihre eigene Geschichte.
Ich merke , ich bin nicht gut im Berichten, eine bessere Besprechung gibt es hier.

Mir liegt die Geschichte des Lebens in Palästina-Israel am Herzen.
Ich hab durch die Reise dorthin wieder einma l(ich bin ein West-Kind, dessen Grosse Restfamilie in der DDR gelebt hat) gespürt, wie furchtbar es ist, in seiner Freiheit eingeschränkt zu sein. Kontrolliert zu werden, wenn man irgendwohin möchte, möglicherweise nicht dorthin gelassen zu werden, wo man hin will, Ausgangsperren, Zeitbeschränkungen, willkürliche Strassenkontrollen, Soldaten am Strassenrand mit Waffen . Sie machen Angst und zornig.
Und doch haben es die Menschen dort nicht verlernt zu lachen und zu leben. Sie behüten ihre Tradition und öffnen sich für Neues.Und deshalb, als mir die SchönsteTochter dieses Buch zum Lesen gab, dachte ich, ich stelle es Euch vor.

Nun, da uns die Worte fehlen, ist die Zeit für eine Umarmung gekommen.

Sweet Occupation, S.141

3 Gedanken zu “Wenn ich ein Buch lese….

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