Flida- Romantik

Flida hat sich verliebt. Verknallt, verliebt, ihr Herz hüpft und sie träumt.

Ein neuer Kollege arbeitet jetzt im Büro, bestimmt zehn Jahre jünger als Flida, und er ist verheiratet . Flida kennt auch seine Frau, aber sie hat gemerkt, dass ihr Herz klopft, als er sie letzte Woche begrüsst hat. Und er hat mit ihr geredet, so freundlich und wertschätzend , und gestern hat er sie angelacht und begrüsst,und ihre Kolleginnen haben zurück gelacht, und gesagt: „Der ist ja so süss!“ aber Flida hat nichts gesagt, und ganz still gewusst, das er sie gemeint hat mit seinem Lachen.
Das Teufelchen auf der Schulter hat geknurrt und gesagt: „Bild dir bloss mal nicht zu viel ein! Was soll der denn von dir wollen?“
Aber Flida will ja gar nicht , das der was von ihr will.

Sie will bloss ein bisschen träumen.

Der LivingApartTogether-Gefährte, ach, dem droht keine Gefahr.
Nur dass Flida sich vorstellt, wie das sein könnte, wenn der HübscheMann, denn hübsch ist er, findet Flida, mit seinen grauen Haaren und seinen leicht schräg stehenden braunen Augen, wenn also der HübscheMann Flida zum Kaffetrinken einladen würde. Dann würden sie sich unterhalten, über wichtige Dinge im Leben, über Musik zum Beispiel, Flida mag Musik, und mit dem LAT-Gefährten redet es sich nicht gut über Musik, der hat bloss seinen Fussball im Kopf.
Vielleicht würde der HübscheMann Flida auch fragen, ob sie mit ihm mal ins Theater gehen würde. Vielleicht lebt er ja in Scheidung, und Flida weiss das nicht. Dann könnte sie gerne mit ihm ins Theater gehen.
Er hätte Stil und würde sich Mühe geben für Flida, weil auch er frisch in Flida verliebt ist. Er würde sagen: „Dein Alter, ach Flida, was spielt denn das für eine Rolle? Du bist die Frau, die ich schon immer gewollt habe!“
Und alleine schon bei diesem Gedanken strafft sich Flida in der Körperhaltung, sie geht gerade, und ihr Gang wird beschwingter und federnd, und sie hört das Teufelchen schimpfen:“ Was wackelst du so mit deinem Hintern, Flida, das sieht albern aus in deinem Alter!“
Da dreht sich Flida einmal um sich selbst, und lacht ganz laut. „Vielleicht ist es albern, sich mit 56 zu verlieben, und zu wissen, das es nie wahr werden wird, aber was ist das Leben ohne Träume?“

Und abends , vor dem Spiegel , als sie ihre hübschen neuen Haare betrachtet, die so hell leuchten im Licht und als sie die neue Wimperntusche aufträgt und den glitzernden Lilafarbenen Lidschatten, denn heute Abend geht der LAT-Gefährte mit ihr aus , da hört sie die Stimme vom LAT-Gefährten hinter sich:
„Schöne Frau, was haben Sie heute vor? Sie sehen zauberhaft aus! Ich würde Sie gerne auf ein Glas Sekt einladen! Und dann mit Ihnen im Mondschein tanzen!“

Da klopft Flidas Herz vor Freude.
Und sie dreht sich schwungvoll um und lacht dem LAT-Gefährten ins Gesicht: „Mondscheinromantik klingt wunderbar!“

6 Gedanken zu “Flida- Romantik

  1. Reiner schreibt:

    Jetzt habe ich mal danach gesucht – LAT-Gefährte 🙂
    Zusammen, aber nicht zu dicht, so steht es im Netz.
    Aha, denkt es in mir, da ist etwas dran. Da hat der Alltag nicht so eine verschleißende, aufreibende Wirkung. Andererseits – ist das wirklich Sinn der Sache … für wen es passt, bestimmt.

    Die Flida erinnert mich ein wenig an die Taube, auf dem Dach, oder besser, an den Spatzen, in der Hand. Aber der „Spatz“ scheint durchaus liebenswerte Seiten zu besitzen 🙂

    Lieben Gruß & eine gute Zeit zu Ostern Dir !

    Gefällt 1 Person

    • kat. schreibt:

      Manchmal schon. Und oben hatte ich es ja zum besseren Verständnis ausgeschrieben, den LivingApartTogether- Gefährten. Ja, manchmal, wie schon Goethe sagte: Warum in die Ferne schweifen……, Oder wer war das? 🙂 Und gibt es das perfekte ganze Glück überhaupt? Oder tragen manchmal Träume dazu bei, sich wieder an dem zu freuen was man hat? Es sei denn die sehnsuwird zu stark und es gibt gar kein Glück mehr im Haus, dann muss was verändert werden. Ach ja und Flidas LAT, der soll mal bloss froh sein ,dass er so ne Flida hat. Und vielleicht hat er ja gemerkt, dass Flida mit ihrem Herzen gerade woanders ist, und deshalb zeigt er mal seine netten Züge. Damit sie nicht stiften geht. Wer weiss, was noch passiert 😆Liebe Grüße und schöne Ostertage!

      Gefällt 1 Person

      • Reiner schreibt:

        Das perfekte, ganze Glück kann es, glaube ich, nicht geben, auch, wenn es sich in der Phase des Verliebt-seins so anfühlen mag. Jede(r) bringt ihre/seine Vergangenheit mit … was bleibt, ist die Erkenntnis, das unsere Empfindsamkeiten, Eitelkeiten, Charaktermängel aller Art zu uns gehören. Damit kann man leben, wechselseitig, wenn es eine gemeinsame Richtung gibt, die trägt. Und zumindest gelegentlich für Momente des Glücks im Haus sorgt 😉

        Gefällt 3 Personen

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