Suska-fahren lernen

Suskas Sohn Bero wird bald 18 Jahre alt sein. Und natürlich macht er Führerschein. Die Theorie hat er bereits, jetzt fehlen ihm noch Fahrstunden. Wenn sie gemeinsam Auto fahren, fragt er viel, und erklärt und kommentiert  Suskas Art zu fahren. Er fragt sie, warum sie die anderen Autofahrer beschimpfen muss andauernd.
Roadrage nennt er das.
Und er erklärt, wie hochtechnisch das Fahrschulauto ist. Es hat eine elektronische Handbremse und Regenscheibenwischer-Sensoren. Man stellt den Sitz elektronisch ein und kann die Rückspiegel einstellen anhand des Gewichtes des Fahrers, wenn man es einprogrammiert hat. (Was aber ist nach einer rasanten Gewichtszunahme, Weihnachten zum Beispiel?)
Auch eine Einparksignalhilfe hat es und Suska fragt sich , warum man auf so einem HighTech Auto fahren lernen muss.
Welcher Fahranfänger hat ein Auto, das diesen Komfort hat?
Und ist es sinnvoll, am Berg mit elektronischer Handbremse anfahren zu lernen, wenn man dann mit der ollen Rostlaube der Mutter fahren muss, wo die Handbremse gaaaanz sensibel losgelassen werden muss,  und bei der die Scheibenwischer quietschen und man gucken muss, wenn man einparkt, und nicht hört, wie hektisch das Warnsignal piept, und in einem Jammerlaut verstummt, wenn man gegen den Hintermann knallt. Bei Suska rummst es dann lediglich, wenn sie zuweit rückwärts gefahren ist und sie denkt dann: „Wenns rummst, nochn Meter!“

Ehrlich, ist diese Technik sinnvoll beim Autofahren lernen?
Aber wenn er dann fahren kann mit Suskas Auto, wird er das schon hinkriegen, es bleibt ihm nichts anderes übrig!

Dann wird er auch schimpfen, über das Auto, die anderen Autofahrer und die quietschenden Scheibenwischer.
Dann wird er garantiert auch roadragen!

 
(Für die die mich persönlich kennen: ich schreibe hier nicht über meinen Sohn! 🙂 )